Produkt Designer & Researcher1 Designer - 2 DevsKI-Wissensassistent1,5-Tage Sprint

Wissen wird dort erfasst, wo es entsteht — und bleibt zentral jederzeit abrufbar.

Ein Mobile-first-KI-Konzept für Hirth Engines: Das Erfahrungswissen der Ingenieure fließt im normalen Arbeitsalltag in ein zentrales System — ohne hohen Dokumentationsaufwand, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen — und lässt sich genauso dynamisch wieder abrufen.

Interview → Erkenntnis → Hypothese → Erfassung → Wissen
KAS-Mockup: Smartphone mit priorisierter Hypothesen-Liste, im Hintergrund ein Ingenieur am Prüfstand
Case Study

Jahrzehnte an Motoren-Expertise — gefangen in Handbüchern, Foren und den Köpfen ausscheidender Ingenieure.

Tritt am Prüfstand ein Fehler auf, verlieren Ingenieure Stunden damit, Lösungen neu herzuleiten, die Kollegen längst gefunden haben. Die Geschäftskosten sind real: verzögerte Projekte, wiederholte Fehlersuche und Risiko, wenn Expertenwissen das Haus verlässt.

Rolle
Product Design & Research, end-to-end — UX-Verantwortung im interdisziplinären Hackathon-Team
Zeitraum
Ursprung: 1,5-Tage-Hackathon · jetzt in Umsetzung
Kontext
Hirth Engines — Hochleistungs-Zweitaktmotoren
Ergebnis
Research-fundiertes Konzept · funktionsfähiger Prototyp · 4 Kern-Screens · Pitch-Strategie
Die Herausforderung

Das Problem war nicht Disziplin. Es war Reibung.

Die Kern-Erkenntnis aus dem Interview: Ingenieure meiden Dokumentation nicht aus Faulheit, sondern weil jedes vorhandene Tool Reibung hinzufügt — in einem ohnehin zeitkritischen Job. Neue Login-Flows, Pflichtformulare, der Wechsel in eine Desktop-App — jedes davon ist ein Grund, es zu lassen.

Also kehrte sich das Designziel um: nicht „sie mehr dokumentieren lassen“, sondern den Dokumentationsschritt ganz entfernen — gesprochene Erklärungen passiv sammeln und in ein hypothesengetriebenes Retrieval-System einspeisen.

„Dokumentation wird von den Jungs meistens vermieden. Sie versuchen, sie zu umgehen, weil sie Zeit kostet.“
— Field Engineer, Hirth (Stakeholder-Interview)
Point of View

Wie könnten wir Ingenieuren ermöglichen, Expertenwissen zu erfassen und abzurufen, ohne ihrem bestehenden Arbeiten einen einzigen Schritt hinzuzufügen?

Vorgehen · komprimiertes Design Thinking

Ein Interview, fünf Phasen, vier Screens.

01

Empathize

Ein 60-minütiges, halbstrukturiertes Stakeholder-Interview mit einem Field Engineer, auf Empathy-Map-Quadranten abgebildet; wörtliche Zitate für das Clustering extrahiert.

02

Define

Empathy Map, Point-of-View-Statement und 12 Jobs-to-be-Done — jedes im Interview-Signal verankert, Annahmen gekennzeichnet, wo extrapoliert.

03

Ideate

How-Might-We-Fragen, Feature-Mapping und explizite Scope-Cuts — behalten wurde nur, was ein Interview-Zitat oder ein JTBD rechtfertigen konnte.

04

Prototype

Mobile-first, KI-generierte Screens für vier Kern-Screens — Problem-Input, Hypothesen-Liste, geführte Fehlersuche, Quick Capture — direkt nachjustiert und im Team zu einem funktionsfähigen Prototyp weiterentwickelt, in zwei Runden mit dem Lead Engineer usability-getestet. Für einen Lo-Fi-Schritt blieb im 1,5-Tage-Hackathon keine Zeit; UX und Development arbeiteten asynchron parallel.

05

Pitch

UX-Artefakte in ein Narrativ übersetzt, das ein nicht-technisches Führungspublikum bewerten kann — UX-ROI als Strategie zur Expertenbindung gerahmt.

Artefakte: Interview-Transkript & Empathy Map · Point-of-View · 12 Jobs-to-be-Done · How-Might-We → Mechanismus-Mapping · Produktanforderungsdokument mit Erfolgsmetriken-Framework · 4-Screen-Konzept · zwei Usability-Test-Runden am funktionsfähigen Prototyp · Pitch-Narrativ.

Empathize

Ein Interview — und was wirklich dahintersteckt.

Interview-Setup

  • Format: 60-minütig, halbstrukturiert
  • Teilnehmer: Field Engineer (N=1, repräsentativ für die primäre Persona)
  • Setting: Am Prüfstand, während der laufenden Arbeit
  • Fokus: Arbeitsabläufe, Tool-Nutzung, Wissensweitergabe

Empathy-Map

Wörtliche Zitate den vier Quadranten zugeordnet — kein formales Kodierschema, bei einem Einzel-Interview (N=1) bewusst leichtgewichtig gehalten.

Says
  • „Ein Keyword allein reicht nicht — ich tippe ganze Sätze."
  • „Dem Copilot vertraue ich nicht — ich prüfe selbst, mit Büchern und meinem Kopf."
Thinks
  • Physik und Mechanik veralten nicht wie Wissen in der Medizin — alte Lösungen bleiben gültig.
  • Eine komplexe Oberfläche garantiert, dass Ingenieure sie nicht nutzen.
Does
  • Sucht zuerst in Büchern oder mit ChatGPT/Copilot, prüft Vorschläge dann selbst nach.
  • Bringt ungelöste Fälle ins wöchentliche Jour-Fixe; macht Fotos, um Probleme zu zeigen.
Feels
  • Distanziert gegenüber KI-Antworten ohne Beleg — will Herkunft und Autor nachvollziehen können.
  • Frustriert von langsamer, verstreuter Suche; besorgt wegen Kosten und Team-Akzeptanz.
Pains
Verstreute QuellenKein Vertrauen in ungeprüfte KIKeine DokumentationskulturProbleme über Monate/JahreLizenzkosten als Show-Stopper
Gains
Hypothesenliste beim ersten InputErst Überblick, Details auf AbrufSprachaufnahme ohne MehraufwandQuelle & Autor immer sichtbarMobiler Zugriff überall

Quelle: Stakeholder-Interview Hirth Engines · Empathy Map & Pains/Gains synthetisiert aus dem vollständigen Recherche-Artefakt.

→ Vollständige Empathy Map ansehen (PDF)
Define

Vom Bauchgefühl zur evidence-basierten Problem-Definition.

Point-of-View-Statement

Wie könnten wir Ingenieuren ermöglichen, Expertenwissen zu erfassen und abzurufen, ohne ihrem bestehenden Arbeiten einen einzigen Schritt hinzuzufügen?

12 Jobs-to-be-Done

Jeder Job ist auf ein wörtliches Interview-Zitat verankert, ins JTBD-Format „Wenn … möchte ich … um …" übersetzt.

JTBD Spotlight — 2 von 12 im Detail

JTBD 01 Problemlösung

Priorisierte Ursachenliste

Situation„Wenn ein Fehler auftritt, den ich noch nicht kenne — zum Beispiel Kratzer auf dem Kolben —"

Motivation„möchte ich sofort eine priorisierte Liste möglicher Ursachen sehen, statt bei null anzufangen,"

Ergebnis„um direkt mit der wahrscheinlichsten Hypothese zu testen, statt Stunden mit Herleiten zu verlieren."

JTBD 07 Wissenserfassung

Sprachnotiz direkt vor Ort

Situation„Wenn ich einem Kollegen gerade erkläre, wie ich ein Problem gelöst habe,"

Motivation„möchte ich das im selben Moment aufnehmen können, ohne extra etwas aufzuschreiben,"

Ergebnis„um zu dokumentieren, ohne meinen Arbeitsfluss zu unterbrechen oder Zeit zu verlieren."

Alle 12 Jobs-to-be-Done

Zum Aufklappen — jeder Job vollständig im Situation / Motivation / Ergebnis-Format. Gruppiert in 5 Themen: Problemlösung (3) · Informationszugriff (3) · Wissenserfassung (2) · Vertrauen & Validierung (2) · Zugang & Akzeptanz (2).

JTBD 01ProblemlösungSofort priorisierte Ursachenliste

Situation„Wenn ein Fehler auftritt, den ich noch nicht kenne — zum Beispiel Kratzer auf dem Kolben —"

Motivation„möchte ich sofort eine priorisierte Liste möglicher Ursachen sehen, statt bei null anzufangen,"

Ergebnis„um direkt mit der wahrscheinlichsten Hypothese zu testen, statt Stunden mit Herleiten zu verlieren."

JTBD 02ProblemlösungBereits Getestetes ausschließen

Situation„Wenn ich das System nach einer Lösung frage,"

Motivation„möchte ich direkt angeben können, was ich schon ausprobiert oder ausgeschlossen habe,"

Ergebnis„um keine Vorschläge zu bekommen, die ich längst getestet habe, und Zeit zu sparen."

JTBD 03ProblemlösungSchritt-für-Schritt-Fehlersuche

Situation„Wenn ich mich für eine wahrscheinliche Ursache entschieden habe,"

Motivation„möchte ich eine geführte Schritt-für-Schritt-Anleitung statt eines ganzen Handbuchs,"

Ergebnis„um strukturiert vorzugehen, ohne mich durch irrelevante Seiten zu lesen."

JTBD 04InformationszugriffKurzvorschau vor Detailtiefe

Situation„Wenn ich eine erste Antwort vom System bekomme,"

Motivation„möchte ich eine kurze Vorschau sehen, bevor ich mich auf die volle Detailtiefe einlasse,"

Ergebnis„um schnell zu entscheiden, ob das überhaupt relevant ist, ohne lange Texte lesen zu müssen."

JTBD 05InformationszugriffAlle Quellen an einem Ort

Situation„Wenn ich eine Ursache weiterverfolge,"

Motivation„möchte ich verlinkte Handbücher, Diagramme und Berichte an einem Ort haben,"

Ergebnis„um nicht mehr zwischen Büchern, Ordnern und einzelnen KI-Tools hin- und herzuwechseln."

JTBD 06InformationszugriffFoto-Diagnose statt Text

Situation„Wenn ich einen sichtbaren Defekt vor mir habe,"

Motivation„möchte ich ein Foto hochladen und eine visuelle Einschätzung bekommen,"

Ergebnis„um das Problem schneller zu kommunizieren, als es in Worten zu beschreiben."

JTBD 07WissenserfassungSprachnotiz direkt vor Ort

Situation„Wenn ich einem Kollegen gerade erkläre, wie ich ein Problem gelöst habe,"

Motivation„möchte ich das im selben Moment aufnehmen können, ohne extra etwas aufzuschreiben,"

Ergebnis„um zu dokumentieren, ohne meinen Arbeitsfluss zu unterbrechen oder Zeit zu verlieren."

JTBD 08WissenserfassungBestehende Folien wiederverwenden

Situation„Wenn ich nach der Fehlersuche eine Zusammenfassung als Folie habe,"

Motivation„möchte ich diese einfach hochladen und vom System auswerten lassen,"

Ergebnis„um Wissen beizutragen, ohne Inhalte manuell nochmal einzutippen."

JTBD 09Vertrauen & ValidierungQuelle & Autor pro Antwort

Situation„Wenn das System mir eine Antwort gibt,"

Motivation„möchte ich sehen, von wem sie stammt und worauf sie beruht,"

Ergebnis„um sie einschätzen und im Zweifel mit der Quelle direkt klären zu können."

JTBD 10Vertrauen & ValidierungFehler markieren & korrigieren

Situation„Wenn ich eine falsche oder veraltete Information im System finde,"

Motivation„möchte ich sie markieren und korrigieren können, zurückverfolgbar zur Quelle,"

Ergebnis„um die Wissensbasis für das ganze Team verlässlich zu halten."

JTBD 11Zugang & AkzeptanzMobil nutzbar, reibungslos

Situation„Wenn ich am Prüfstand oder im Feld unterwegs bin,"

Motivation„möchte ich das System vom Handy aus nutzen können, ohne Umwege,"

Ergebnis„um Hilfe zu bekommen, ohne extra an einen Schreibtisch zurückzumüssen."

JTBD 12Zugang & AkzeptanzGanze Sätze statt Stichworte

Situation„Wenn ich dem System mein Problem beschreibe,"

Motivation„möchte ich das in ganzen Sätzen tun können, nicht nur mit Stichworten,"

Ergebnis„um Nuancen zu vermitteln, die das System sonst nicht verstehen würde."

User Journey
User Journey — Hirth AI Platform
Von der Frage zum Mechanismus

Jede How-Might-We-Frage führte zu einem konkreten Design-Zug.

HMW 1

Ingenieure eine Lösung sprechen lassen und sie automatisch strukturieren?

→ MechanismusVoice-Capture + NLP-Auto-Tagging.
HMW 2

Suche anfühlen lassen wie ein Kollege, der Möglichkeiten durchgeht?

→ MechanismusPriorisierte Hypothesen-Karten statt Suchfeld.
HMW 3

Dokumentation gewinnen, ohne dass jemand extra dokumentiert?

→ MechanismusPassive Erfassung nach einem gelösten Fall — automatisch strukturiert und angehängt.
HMW 4

Konfidenz signalisieren, damit Ingenieure wissen, wann sie dem System trauen können?

→ MechanismusVerlässlichkeitsstufen aus Experten-Korrekturen (hoch / mittel / niedrig).
Ideate

Vom Problemraum in den Lösungsraum — strukturiert und belegt.

Feature-Mapping

Jedes behaltene Feature ist auf ein HMW und ein JTBD rückführbar.

FeatureHMWJTBD
Voice-Capture + NLPLösung sprechen & strukturieren07 · Sprachnotiz vor Ort
Hypothesen-KartenSuche wie ein Kollege01 · Priorisierte Ursachenliste
Passive ErfassungDoku ohne Dokumentieren07 · Sprachnotiz vor Ort
VerlässlichkeitsstufenKonfidenz signalisieren09 · Quelle & Autor pro Antwort

Scope-Cuts

  • Gamification: Kein Interview-Signal, kein JTBD — entfernt.
  • Pflicht-Tagging: Fügt Reibung hinzu — entfernt.
  • Knowledge-Graph: Geringer Mobile-Nutzen — zurückgestellt.
Prototyp

Drei Prototypen, parallel entwickelt — kein Lo-Fi, direkt KI-generierte Screens.

UX Design baute zwei klickbare No-Code-Prototypen (Base44, Replit) für Feature-Exploration und inspirierende Umsetzung; das Dev-Team entwickelte parallel einen funktionsfähigen MVP mit Fokus auf technische Machbarkeit — asynchron statt sequenziell.

Wireframing-Ansatz

  • Fidelity: Direkt KI-generierte Screens → nachjustiert, ausgearbeitet, validiert — kein Lo-Fi-Schritt, da Lean UX im 1,5-Tage-Hackathon dafür keine Zeit ließ
  • Werkzeuge: Claude, ChatGPT, Replit, Base44 — KI-gestützte Screen-Generierung statt klassischem Wireframing-Tool
  • UX und Development arbeiteten asynchron parallel statt sequenziell
  • Finale Design-Vorgaben werden erst jetzt, im Folgeprojekt, übernommen
  • Screen-Flow: Problem-Input → Hypothesen-Liste → Geführte Fehlersuche → Quick Capture → (löst Fall → rankt nächste Hypothesenliste neu)

4 Kern-Screens im Detail

  • 01 Problem-Input: Umschaltbare Eingabemodi (Text/Sprache/Foto) im selben Feld; Freitext statt Formularfelder, damit Kontext nicht verloren geht.
  • 02 Hypothesen-Liste: Karten standardmäßig eingeklappt, sortiert nach Verlässlichkeitsstufe; Tap öffnet die Detailansicht.
  • 03 Quick Capture: Ein-Tap-Aufnahme direkt nach Abschluss eines Schritts; Transkription und Strukturierung laufen im Hintergrund, ohne zusätzliches Formular.
  • 04 Knowledge-Graph: Visualisierung von Konzept-Knoten, Beziehungen und Quellenbelegen im Detail-Panel — im Hackathon-Zeitrahmen zusätzlich umgesetzt und getestet, nicht Teil der fokussierten 4-Screen-Kern-Journey.

MVP — Coded Prototype

Development

Fokus: technische Funktionalität und Machbarkeit.

01Search for a solution

Ask KAS to find information and work along a hypothesis based work progress.

02Knowledge graph

Highlight data connections as graphical overview.

03Add knowledge

Record a solution process, put engineering data into the system.

Fokus: Feature-Exploration und inspirierende Umsetzung, unabhängig von technischen Constraints.

Base44 — Problem-Detailansicht mit Status und Worksheet-Optionen
Problem-Detailansicht: Status, Beschreibung, Worksheet-Optionen.
Base44 — nach Wahrscheinlichkeit sortierte Hypothesen-Liste
Hypothesen-Liste, nach Wahrscheinlichkeit sortiert — inkl. Option, mit KI weitere zu generieren.
Base44 — geführte Fehlersuche mit Troubleshooting-Schritten
Geführte Fehlersuche: Schritte pro Hypothese, mit Outcome-Feedback (Works/Partial/Fails).
Base44 — Notizen-Tab mit Sprachaufnahme, Chat und Text
Notizen-Tab: Sprachaufnahme, Chat oder Text direkt am Fall erfassen.
Base44 — KI-Assistent im Chat-Format
KI-Assistent beantwortet Fragen zum Fall im Chat-Format.
Base44 — semantische Suche über die Wissensbasis
Semantische Suche über die Wissensbasis, mit Zuverlässigkeits-Badges.
Base44 — Worksheet-Übersicht mit Status-Filtern
Worksheet-Übersicht mit Status-Filtern (In Progress, Fixed, Not Fixed, Unsolvable).

Fokus: alternative Interaktionsmuster und Navigationsstruktur.

Replit-Prototyp Video.
Replit — neues Problem mit Quick-Examples anlegen
Neues Problem anlegen: Freitext, Quick-Examples und optionaler Kontext.
Replit — Startbildschirm mit offenen Worksheets
Startbildschirm mit offenen Worksheets und direktem Zugriff auf Suche und Wissensbasis.
Replit — Worksheet-Liste mit Status und Datum
Worksheet-Liste mit Status- und Datumsangaben je Fall.
Replit — Ursachen-Übersicht nach Wahrscheinlichkeit
Ursachen-Übersicht, nach Wahrscheinlichkeit sortiert.
Replit — ausgeklappte Hypothese mit Quelle und Fortschritt
Ausgeklappte Hypothese mit Quellenangabe, Fortschritt und Troubleshoot-Aktion.
Replit — fehlgeschlagene Hypothese dokumentiert
Fehlgeschlagene Hypothese dokumentiert — nächste Hypothese direkt im Anschluss sichtbar.
Replit — Wissenssuche mit Filtern
Wissenssuche mit Filtern nach Quelle und Zuverlässigkeit.
Replit — Wissensbasis-Übersicht
Wissensbasis-Übersicht: Quellen, PDF-Dokumente und Experten-Notizen.
Pitch

UX-Artefakte in ein Narrativ für nicht-technisches Publikum übersetzt.

Pitch-Aufbau

  • Act 1 — Problem: Konkrete Szene am Prüfstand statt Bullet-Point-Slide — ein Techniker vor einem stehenden Motor, die Uhr läuft.
  • Act 2 — Lösung: Live-Demo-Moment: der Ingenieur spricht den Fall in einem ganzen Satz ins Telefon — das System liefert priorisierte Hypothesen statt einer Trefferliste.
  • Act 3 — Beweis: Zwei echte Usability-Test-Runden mit dem Lead Engineer am funktionsfähigen Prototyp, inklusive direkt umgesetzter Fixes — kein rein hypothetisches Konzept.
  • Act 4 — ROI: Kosteneffiziente Architektur (~€20–60/Monat) direkt gegen die im Interview genannte €20.000/Jahr-Schmerzgrenze positioniert; das Experten-Korrektur-Schwungrad als nicht kopierbare Differenzierung.

UX-ROI als Strategie

Der Pitch verkaufte UX nicht als Ästhetik, sondern als Risikoreduktion: Jedes Feature wurde direkt auf ein Interview-Zitat zurückgeführt, jede Kostenentscheidung direkt gegen die genannte Schmerzgrenze gerechnet. Für ein nicht-technisches Führungspublikum wurde der Produktvorteil in Geschäftsrisiko übersetzt — Wissensverlust bei Personalwechsel, verzögerte Projekte, wiederholte Fehlersuche — statt in Interface-Details.

Pitch-Deck

Lösung

KAS

ein Mobile-first-Wissensassistent in vier Screens.

Die Differenzierung ist nicht die KI. Es sind das Experten-Korrektur-Schwungrad und die reibungsfreie Erfassungsschleife, die Wettbewerber nicht leicht kopieren können.

01
02
03
04
05
› › › › ›
⟳Experten-
Korrekturen
01
Erfassen

Sprache, Foto oder Text — im Moment des Lösens, ohne Formular.

02
Strukturieren

Auto-Tagging und NLP-Klassifizierung ordnen den Input ein.

03
Abrufen

Hypothesen-Ranking nach Verlässlichkeitsstufe für die nächste Anfrage.

04
Korrigieren

Ingenieur markiert Schritt erledigt / fehlgeschlagen / teilweise — der Mensch bleibt in der Schleife.

05
Neu trainieren

Korrekturen fließen ins Modell zurück — das Schwungrad dreht schneller.

Outcome & Impact

Was das Konzept erreichen soll — und was bereits erreicht ist.

Deliverables

  • 4 Kern-Screens (Mobile-first)
  • Funktionsfähiger Prototyp
  • Pitch-Narrativ & Strategie
  • Interview-Transkript, Empathy Map & 12 Jobs-to-be-Done

Business-Impact (Projektionen)

  • < 2 Min. bis zur ersten Hypothese
  • < 30 Sek. Erfassung nach einem Fix
  • 20–40 % kürzere Lösungszeit binnen 6 Monaten
  • Wissenserhalt bei Personalwechsel — weniger Abhängigkeit von Einzelpersonen
Nächster Schritt
6-Monats-Umsetzungsplan — Pilotstudie
Status
Konzept validiert · in Umsetzung
Team
UX eigenverantwortlich im Hackathon
Differenzierung
Experten-Korrektur-Schwungrad & reibungsfreie Erfassungsschleife
Design-Entscheidungen

Jedes behaltene Feature führt auf ein Zitat zurück. Jeder Cut auf dessen Fehlen.

✓ Behalten
Hypothesen-Liste statt Suchfeld

Ingenieure denken vorwärts von Ursachen, nicht rückwärts von Stichworten.

✓ Behalten
Passive Sprach-Erfassung

Entfernt den Dokumentationsschritt vollständig.

✓ Behalten
Verlässlichkeitsstufen pro Karte

Vertrauen entsteht durch nachvollziehbare validierte Quellen.

✓ Behalten
Kosteneffiziente Architektur (~€20–60/Monat)

Direkte Antwort auf die im Interview genannte Kostengrenze von €20.000/Jahr — sonst kippt das Projekt.

✕ Verworfen
Gamification (Badges / Punkte)

Kein Interview-Signal, kein stützendes JTBD.

✕ Verworfen
Pflicht-Tagging-Formular (manuelle Verschlagwortung nach jeder Erfassung)

Fügt dem Erfassungs-Flow Reibung hinzu.

◷ Nachträglich
Knowledge-Graph-Visualisierung

Ursprünglich für das fokussierte 4-Screen-Konzept zurückgestellt: geringer Mobile-Nutzen, kein validierter Job für die primäre Persona. Im 1,5-Tage-Zeitrahmen blieb dann doch Raum dafür — gebaut und mit dem Lead Engineer getestet. Bleibt für den mobilen Kern weiterhin nachrangig, ist aber Teil des funktionsfähigen Prototyps.

Progressive DisclosureReibungsfreie ErfassungVertrauen durch TransparenzMobile-firstHypothesengetriebenSession-Kontinuität
Validierung & Ehrlichkeit

Was in Research fundiert ist — und was eine Annahme.

Aus dem Hackathon entstanden und in zwei Runden am funktionsfähigen Prototyp usability-getestet — hier steht offen, was belegt ist und was noch Annahme bleibt.

Research-fundiert

  • Stakeholder-Interview (validiert, N=1)
  • Transkript-Analyse & Empathy Map
  • 12 Jobs-to-be-Done, zitatverankert
  • Das hypothesengetriebene UI-Prinzip — direkt aus einem Interview-Zitat, nicht aus Intuition
  • Zwei Usability-Test-Runden mit dem Lead Engineer aus dem Interview am funktionsfähigen Prototyp — Interface-Anpassungen (u. a. Jargon-Bereinigung, reduzierte Datei-Ansicht) direkt umgesetzt

Als Annahme gekennzeichnet

  • Personas (Proto, N=1 extrapoliert)
  • Technische Machbarkeit der passiven Erfassung
  • Business-Kennzahlen — nur hypothetische Projektionen

Research-Output-Verhältnis: 1 Interview → 12 JTBD → 4 Screens → funktionsfähiger Prototyp. Zielwerte (< 2 Min. bis zur ersten Hypothese, < 30 Sek. Erfassung, 20–40 % kürzere Lösungszeit binnen 6 Monaten) sind Pitch-Projektionen, als [Annahme] gekennzeichnet bis zu einer Pilotstudie.

Status & Ausblick

Über den Hackathon hinaus — jetzt in Umsetzung.

Aus dem 1,5-Tage-Konzept ist ein aktives Vorhaben geworden.

Reflexion

In hochtechnischen Kontexten besteht die Aufgabe im Design nicht darin, Features zu erfinden — sondern die zu entfernen, die Experten das Leben schwerer machen. Jede behaltene Entscheidung hier führt auf ein Interview-Zitat zurück; jeder Cut auf dessen Fehlen.