UX Research & Concept · Fertighausbau · 1 Designer, 3 Devs · Hackathon · 2026 · 1,5 Tage

Mit einem Scan zur fertigen Bemusterung, ohne redundante Nacharbeit.

Nach der Musterhaus-Beratung übertrug der Berater seine handschriftlichen Notizen mühsam in drei getrennte Systeme. Scan2Configure macht das Scannen zum Erfassen — korrekt, vollständig, ohne Nacharbeit.

Case study

Ein Erfassungspunkt, drei synchrone Systeme

Scan2Configure digitalisiert die physische Bemusterung bei WeberHaus. Statt Wünsche händisch zu notieren und später in mehrere Systeme zu übertragen, erfasst der Berater sie per Scan — direkt am Exponat, im Gesprächsfluss.

RolleUX/Product Design & Research
End-to-End
ZeitplanReale Challenge
1,5 Tage
KundeWeberHaus
Fertighaus-Hersteller
ErgebnisKonzept & Roadmap
3 Ausbauphasen

Die Challenge

Zwei Grundprobleme bremsen die Bemusterung heute aus:

  • › Papiererfassung — aufwendig, fehleranfällig, keine Kontrolle, kein Informationsabruf während der Beratung.
  • › Getrennte Systeme — noch mehr Aufwand: Übertragungsfehler, Dreifacharbeit, keine Verfügbarkeit während der Bemusterung.

Anforderung: Aufwand und Fehler reduzieren — vom Klemmbrettmitschrieb zur digitalen Scanner-Erfassung. Daraus wird eine Anwendung mit vollintegrierter Synchronisation über alle drei Systeme.

Hinzu kam: Für Details und Sonderwünsche musste der Berater die Beratung physisch verlassen — Katalog und weitere Unterlagen waren nur im Büro zugänglich, nicht in der Bemusterungshalle.

„Am Muster bin ich mit dem Kunden schnell — aber danach trage ich jede Zeile einzeln in drei Systeme nach."
Synthetisierte Berater-Hypothese · keine Interview-Transkription Annahme/unvalidiert

Problemebenen

Ebene 1 — im Gespräch

Die handschriftlichen Notizen zur Bemusterung waren fehleranfällig; Sonderwünsche erforderten den Gang ins Büro.

Ebene 2 — nach dem Gespräch Kernproblem

Manuelle, ungeprüfte Mehrfachübertragung in drei getrennte Systeme.

Ebene 3 — nach dem Abschluss optional

Der Kunde wartete teils mehrere Wochen auf seine Vertragsdokumente — Papierform, per Post (Verlustrisiko); bis zur unterschriebenen Rücksendung verging weitere Zeit.

WKW

Wie erfassen wir die Bemusterung so, dass korrekte, vollständige Daten ohne manuelle Nachbearbeitung in allen Systemen landen?

Prozess

Fünf Phasen vom Verstehen zur Roadmap

1

Verstehen

Ist-Prozess der Bemusterung entlang der Beraterrolle kartiert: Klemmbrett-Erfassung, Daten nur im Büro, manuelle Mehrfachübertragung in drei Zielsysteme.

2

Wettbewerb

Konfigurator- & Sampling-Landschaft per KI-Schnellanalyse gesichtet (Hackathon-Zeitdruck): Cyncly, palette CAD, Roomle, Tulip, Automotive-Konfiguratoren.

3

Fokussieren

Reframe von „Erfassungstool" zu „friktionsfreiem Scan-als-Erfassung"; Persona des Bemusterungs-Beraters geschärft.

4

Konzipieren

Scan-to-Cart-Flow, Live-Abhängigkeitsprüfung, Preis-Feedback und Sync-Logik als MVP entworfen.

5

Roadmappen

Umfang in 3 Phasen strukturiert — mit expliziter Priorisierungs-Begründung, was zuerst kommt und was wartet.

Alle 7 User Journeys ansehen
01

Beratungsgespräch starten

  1. Berater loggt sich ein (E-Mail + Passwort)
  2. Kunde nach Name/E-Mail/Kundennummer suchen oder neu anlegen
  3. Beratungsprojekt anlegen oder öffnen
  4. Hausprojekt laden oder erstellen (Baureihe, Adresse, Grundriss)

Ziel: Schneller Einstieg in die Beratung ohne technische Hürden.

02

Showroom-Begehung

Kernflow
  1. Berater wählt Ziel-Raum aus (z. B. „Bad OG")
  2. Kamera auf QR-Code richten / GTIN scannen
  3. Artikel erscheint mit Bild, Bezeichnung, Verfügbarkeit
  4. Installationsort bestätigen (vorausgewählt)
  5. Menge prüfen (automatisch berechnet für Flächenmaterialien)
  6. Kategorie wählen: Basis / Upgrade / Extra
  7. „Zum Warenkorb" tippen
  8. Ggf. Notiz, Foto oder Sprachnotiz hinzufügen
  9. Nächsten Artikel scannen

Ziel: Schnelle, fehlerfreie Erfassung im Gesprächsfluss.

03

Abhängigkeitsprüfung

  1. Artikel wird zum Warenkorb hinzugefügt
  2. System prüft automatisch: Fehlt Pflicht-Zubehör?
  3. Bei fehlendem Zubehör: Warnung mit Erklärung und direkter „Hinzufügen"-Option
  4. Bei Inkompatibilität: Warnung mit Erklärung, Berater entscheidet
  5. Berater kann Warnung bewusst ignorieren oder beheben

Ziel: Keine unvollständigen Konfigurationen, aber kein harter Block.

04

Warenkorb verwalten

  1. Warenkorb nach Raum oder Kategorie gruppieren
  2. Artikel einsehen: Bild, Bezeichnung, Artikelnummer, Kategorie, Menge
  3. Menge nachträglich ändern
  4. Installationsort ändern
  5. Verfügbarkeitswarnungen sehen
  6. Upgrades zeigen, welchen Basisartikel sie ersetzen

Ziel: Vollständige Kontrolle über die Konfiguration.

05

Review & Export

  1. Zusammenfassung prüfen: alle Räume, alle Artikel, Sonderwünsche
  2. Verfügbarkeitswarnungen bestätigen
  3. Kundensignatur (Tap-to-Sign)
  4. Export als CSV oder API-Payload für WeKo
  5. PDF generieren (ohne Preise, mit WeberHaus CI)
  6. PDF per E-Mail an Kunden senden

Ziel: Abschluss der Beratung mit professionellem Übergabeprotokoll.

06

Kunde sieht Konfiguration zuhause

  1. Berater generiert Share-Link (30 Tage gültig)
  2. Kunde öffnet Link auf Smartphone/Desktop (kein Login)
  3. Sieht alle Räume, Artikel mit Bildern, Sonderwünsche
  4. Keine Preise sichtbar, lesend nur

Ziel: Kunde kann Entscheidungen in Ruhe besprechen.

07

Offline-Betrieb

Phase 2
  1. „Showroom vorbereiten": Katalog lokal herunterladen
  2. Beratung läuft offline — alle Eingaben lokal gespeichert
  3. Bei WLAN-Verbindung: automatische Synchronisation im Hintergrund
  4. Statusanzeige: Online/Offline, Anzahl unsynchronisierter Einträge

Ziel: Beratung funktioniert auch ohne Netzverbindung.

Kritischer Pfad — aus Journey 02: Vom Scan bis zur erfassten Notiz Zielwert < 5 Interaktionen

Die fünf aktiven Interaktionen aus der neunstufigen Showroom-Begehung (Schritte 2, 4, 6, 7, 8) — Schritte, in denen das System automatisch reagiert (Artikel erkennen, Menge berechnen), zählen nicht als Interaktion.

1
Scannen
QR/GTIN erfassen
2
Ort bestätigen
vorausgewählt
3
Kategorie wählen
Basis/Upgrade/Extra
4
Zum Warenkorb
ein Tap
5
Notiz
optional

Wettbewerb

Wo Scan2Configure sich einordnet

Zwei getrennte Wettbewerbsfelder: Bemusterungs-/Sampling-Tools (B2B, wie Scan2Configure selbst) und kundenseitige 3D-Hauskonfiguratoren (Endkunden-Self-Service, wie WeberHaus ihn heute schon anbietet).

B2B-Bemusterungs- & Sampling-Tools Annahme: KI generiert

CynclyFunktionsvollständig, aber langsam — nicht auf den Bemusterungs-Workflow zugeschnitten.
palette CADProfessionelle Planung, nicht für Live-Beratung optimiert.
TulipTablet-optimiert, offline-fähig — aber generisch, nicht für Hausberatung.

Fertighaus-Konfiguratoren für Endkunden Markt-Vergleich

Büdenbender Haus

Echtzeit-Preisanzeige während des gesamten Planungsprozesses — sofortige, transparente Kostenkontrolle.

Haas Haus

Konfigurator 2.0 mit AR-Funktion: fotorealistische 3D-Projektion des Hauses aufs eigene Grundstück.

Living Haus

Intuitive Bedienung, spielerisches Ausprobieren, Speichern & PDF-Export.

Almondia

Große Auswahl konfigurierbarer Haustypen — Doppelhaus, Reihenhaus, Bungalow.

Keiner der vier ist auf den beratergeführten Showroom-Moment zugeschnitten — genau dort setzt Scan2Configure an, nicht beim Endkunden-Self-Service.

Findings

Positionierung & Marktlücken

Aus der Wettbewerbsanalyse destilliert — Hypothesen, keine getestete Positionierung. Annahme/unvalidiert

„Schneller als Papier."Akzeptanzschwelle bei Beratern
„Der Kunde sieht den Preis, während er entscheidet."Kundenwert
„Eine Eingabe, drei Systeme."Business Case

Scan2Configure ist nicht ein weiterer Konfigurator — es ist der fehlende Handoff-Layer zwischen physischem Showroom und den digitalen Systemen, die heute nachgelagert mühsam befüllt werden müssen.

+ Opportunities

  • Pre-Bemusterung zu Hause (Companion-App)
  • Welt des Wohnens / Möbelausstellungen als Touchpoints
  • Visual Recognition statt QR (mittelfristig)
  • Lizenzierung an Partner-Showrooms

– Threats

  • WeKo-/CAD-Anbieter mit instabilen APIs
  • Berater nehmen die App nicht an, wenn die erste Version schlecht ist
  • Datenschutzanforderungen für Kundendaten auf dem Tablet — im Kern keine neue Anforderung, da dieselben Daten bereits in bestehenden Systemen liegen
  • Interne Stakeholder verwässern den Fokus mit zusätzlichen Feature-Wünschen

Marktlücken / Differenzierung

Insights

Vier Erkenntnisse, vier Design-Antworten

belegt01

Der Berater arbeitet am Objekt und am Bildschirm — heute getrennt.

Beratung am Muster und Systemarbeit sind zwei getrennte Welten; die Nach- und Büroarbeit rund um die Bemusterung frisst die Zeit.

→ Ein Werkzeug führt beides zusammen: Scannen am Exponat, das System füllt sich mit — Nacharbeit wird minimiert.

erforschte Anforderung02

Abhängigkeiten sind der Schmerz, nicht die Menge.

Produktabhängigkeiten müssen geprüft werden — im Showroom hat der Berater dafür keine Möglichkeit und muss sich voll auf sein eigenes Wissen und seine Erfahrung verlassen (illustratives Beispiel: Bodenbelag ↔ Fußbodenheizung).

→ Live-Dependency-Check beim Hinzufügen; Konflikte werden erklärt, nicht nur markiert.

Produktentscheidung03

Drei Systeme, eine Datenquelle.

WeKo, CAD und Designer werden heute einzeln von Hand nachgepflegt. Reine Digitalisierung (Scannen statt Klemmbrett) löste nur einen kleinen Teil — der Hebel ist die Zusammenführung.

→ Bewusst gewählt: ein Warenkorb als Single Source of Truth; Sync-Status je System sichtbar, Push statt Abtippen.

Annahme/unvalidiert04

Live-Beratung verträgt keine Ladezeit.

Preis- und Machbarkeits-Feedback sollte im Gesprächstempo kommen — als Design-Prinzip angenommen, nicht getestet.

→ Optimistisches UI mit sofortigem Preis-Delta; Sync im Hintergrund, Fehler nicht-blockierend.

Personas

Für wen wir gestalten

Zwei Personas, hergeleitet aus Requirements-Dokumenten und Branchenwissen — nicht aus geführten Interviews. Annahme/unvalidiert

Primäre Persona
Bemusterungsberater
Ausstattungsberater im WeberHaus-Musterhaus
proto
TechnologieTablet — iPad oder Android, MDM-verwaltet.
ErfahrungVariierend · Einarbeitung < 30 Min. gefordert.
KontextTablet-basiert, im Musterhaus, während der Live-Kundensitzung.
AufgabenKunden begleiten, Projekte anlegen, Artikel scannen, Notizen & Sonderwünsche aufnehmen, Zusammenfassung präsentieren.
NeedAusstattung im Gesprächsfluss erfassen — ohne Medienbruch, ohne spätere Nacharbeit.
TriggerZusätzlicher Erfassungsschritt, Ladezeiten, unklare Produkt-Abhängigkeiten vor dem Kunden.
Pain Points
  • Handschriftliche Notizen müssen später in drei Systeme übertragen werden
  • Sonderwünsche erfordern den Gang ins Büro für Katalog-Unterlagen
  • Keine Kontrolle während der Beratung — Fehler fallen erst später auf
  • Kunde wartet, während Berater dokumentiert
SuccessScan-to-Cart in < 5 Interaktionen · keine blockierenden Ladezustände · alle Daten am Beratungsort verfügbar.

„Das Muster steht vor uns — das System muss dem folgen, nicht umgekehrt." Annahme/unvalidiert

Sekundäre Persona
Bauherr / Kunde
Homebuyer · passiv / Mitbetrachter
proto
KontextTrifft Ausstattungsentscheidungen, mit dem Berater im Showroom.
AufgabenAusstattungsentscheidungen treffen, Konfiguration verstehen, Vertrauen in die Beratung aufbauen.
NeedVerstehen, was gewählt wurde und was es kostet — Vertrauen in die Beratung.
TriggerIntransparenz; „Wir rechnen das später" statt sofortiger Klarheit.
Pain Points
  • „Wir rechnen das später" statt sofortiger Klarheit
  • Kein Verständnis, was bereits im Standardpaket enthalten ist
  • Warten auf Vertragsdokumente — teils Wochen per Post
SystemrolleKein aktiver Nutzer der Beratungs-App — Mitbetrachter auf dem Tablet des Beraters (Phase-2-Feature „Customer-Mirror"). Erhält am Ende eine PDF-Zusammenfassung und/oder einen Share-Link.

„Ich will sehen, was meine Entscheidung kostet — jetzt." Annahme/unvalidiert

Scan2Configure ist explizit kein kundenseitiges Self-Service-Tool. Der Kunde ist Mitbetrachter (Phase-2-Feature „Customer-Mirror"), nicht Nutzer.

Journey: Vorher / Nachher

Von der Beratung bis zum Abschluss, zwei völlig verschiedene Gefühlslagen

IST und SOLL im direkten Vergleich — inklusive der emotionalen Verschiebung von Beratung bis Abschluss. Annahme/unvalidiert

IST — heute
😐VorbereitungKlemmbrett vorbereiten, WeKo-Akte öffnen
🙂BeratungExponate ohne Live-Preis oder Abhängigkeiten
😰AuswahlAbhängigkeiten unklar — passt Armatur zu Waschtisch?
😰SonderwünscheGang ins Office, Kataloge wälzen
😫DokumentationHandschrift — Fehlerrisiko hoch
😫NachbereitungAbtippen in WeKo, Abgleich mit CAD
😫HerstelleranfrageWartezeit, Überarbeitungen
😫AktualisierungRückmeldung manuell in WeKo & CAD nachtragen
😫AngebotManuell zusammengestellt, telefonische Rückfragen
⏳AbschlussWarten auf Post-Rücklauf
SOLL — mit Scan2Configure
🙂VorbereitungQR-Code/NFC scannen, Case lädt
🙂BeratungPreise & Varianten direkt am Tablet
🤩Live-ErfassungDirekt in den digitalen Warenkorb
😎SyncEin Klick — WeKo & 3D-Designer
👀3D-VisualisierungÜberprüfung live und mit Kunden
🥳AngebotFertig generiert, direkt freigegeben
😎HerstelleranfrageGeprüft & direkt weitergeleitet
🔄AktualisierungRückmeldung aktualisiert den Warenkorb automatisch
✍️AbschlussDigitale Kundenunterschrift

Die Lösung

Der Flow, Screen für Screen

Exponat scannen — ein Tap fügt es dem Warenkorb hinzu.

Artikelliste mit Details und Sonderwünschen im Gesprächsfluss

Details & Sonderwünsche direkt am Beratungsort nachschlagen — alle Daten digital, kein Gang ins Büro.

Konflikt-Dialog: inkompatible Artikel-Abhängigkeit mit Erklärung und Lösungsoption

Abhängigkeitskonflikt wird erklärt und lösbar angeboten.

Sync-Übersicht mit Status-Badges für WeKo, CAD und myWeberHaus Designer

Sync-Status je Zielsystem: WeKo, CAD, Designer.

Sitzungs-Zusammenfassung als PDF-Export

Protokoll als PDF-Export als Handout zur Mitnahme.

Ein Warenkorb als einzige Datenquelle — die drei Systeme folgen, statt abgetippt zu werden.

Konzept-Prototyp: ein zentraler Warenkorb als gemeinsame Datenquelle für WeKo, CAD und Designer
Konzept-Prototyp (Lovable) — ein Warenkorb, drei Sync-Ziele

Informationsarchitektur

Ein Berater-Flow (Kundensuche → Projekt → Scan → Warenkorb → Review), ein separater Admin-Pfad für Backoffice und Katalogpflege.

Modul-Übersicht — 15 Features

Foundation (00)
├─ MVP-Kern (01–06)
├─ 01 Kundensuche MVP
├─ 02 Projekt & Hausansicht MVP
├─ 03 myWeberHaus-Import MVP
├─ 04 Scannen & Konfigurieren MVP
├─ 05 Warenkorb-Verwaltung MVP
└─ 06 Review & WeKo-Export MVP
└─ WOW-Features (07–15)
├─ 07 Echtzeit-Visualisierung WOW
├─ 08 Abhängigkeits-Validierung WOW
├─ 09 Vollständigkeits-Check WOW
├─ 10 Kunden-Sharing WOW
├─ 11 Notizen & Sonderwünsche WOW
├─ 12 PDF-Export & E-Mail WOW
├─ 13 Offline-Sync WOW
├─ 14 Admin-Oberfläche WOW
└─ 15 Statistiken & Auswertungen WOW

Navigationsstruktur

Primär — Berater-App
Startseite → Projekt → Scan → Warenkorb → Review
  • Startseite: Kundensuche
  • Projekt-Ansicht: Hausdaten, Grundriss, Warenkorb-Zusammenfassung
  • Scan-Tab: QR/NFC/Manuell, Scan-Verlauf
  • Warenkorb: gruppiert nach Raum/Kategorie, Validierungs-Panel
  • Review: Zusammenfassung, Signatur, Export
Sekundär — Admin
Getrennter Nutzungspfad
  • Katalogverwaltung
  • QR-Code-Generator
  • Projektübersicht
  • Statistiken

Datenfluss & Single Source of Truth

Kunde anlegen→ Projekt erstellen→ Haus konfigurieren
Scan-Artikel→ Warenkorb→ Validierung→ Review→ Export
↳ Notizen↳ Abhängigkeiten↳ Sonderwünsche

Priorisierung

Was zuerst kommt — und warum

Aus User-Sentiment und strategischer Analyse abgeleitet, jedem Feature anhand von drei Leitfragen eine Ausbauphase zugeordnet. Logik nachvollziehbar, Reihenfolge nicht getestet

01

Scan → Cart → Variant in < 8 Sek.

Harter Kern — ohne den funktioniert nichts danach.

02

Live-Preis-Anzeige aus WeKo

Höchster wahrgenommener Wert für Kunde und Berater.

03

Kundenakte-Binding

Der Warenkorb braucht einen Eigentümer.

04

One-Click-Sync zu WeKo

Löst die 80%-Nachbearbeitungs-These direkt ein.

05

Soft-Validation — Top-20%-Abhängigkeiten

Pareto-Prinzip statt vollständiger Regel-Engine.

06

Customer-Mirror-Display

Zweiter Bildschirm für den Kunden — Phase-2-Kandidat.

Welche Leitfrage entscheidet über welche Ausbauphase

→ MVPErsetzt es Papier in der Live-Beratung?
→ Phase 2Stärkt es das Vertrauen des Kunden im Termin?
→ Phase 3Erweitert es das Tool auf neue Touchpoints oder Geschäftsmodelle?

Explizit NICHT im MVP

3D-Designer-Live-SyncCustomer-facing Companion-AppKI-Bilderkennung statt QRVollständige Regel-EngineOffline-FirstAR-OverlaysMulti-Tenant-SaaSGenerative KI-Stilvorschläge

Entscheidungen

Was blieb, was fiel, was wartet

Scan-to-Cart als MVP-Kern

Löst den Medienbruch direkt; höchster Job-to-be-done-Wert.

✓ Kept

WeKo-Sync im MVP

Kalkulation ist das erste System, das die Live-Beratung berührt.

✓ Kept

Customer-Mirror-Display

Starker Wert, aber Hardware-/Setup-abhängig; nicht MVP-kritisch.

⏱ Backlog · zu prüfen

Live-3D-Designer-Sync

Hohe technische Kopplung; erst nach stabilem Warenkorb-als-Datenquelle sinnvoll.

⏱ Deferred · Phase 2

Gamification / Punkte für Berater

Kein Signal aus der Vorarbeit, kein echter Job; lenkt vom Gesprächsfluss ab.

✕ Cut
Scannen statt manuell dokumentieren Der Kunde bleibt im Blick Abhängigkeiten erklären Single Source of Truth Tempo im Live-Gespräch
Live-3D-Designer-Sync — Deferred auf Phase 2

Usability-Bewertung

Heuristische Evaluation des Prototyps

Expertenbewertung nach Nielsens 10 Heuristiken — keine Studie mit echten Nutzer:innen.

+ Stärken

  • Wizard-Fortschritt & Sync-Status klar sichtbar
  • Echtzeit-Validierung verhindert Folgefehler
  • Konsistente Design-Tokens & Icon-Sprache
  • Voice-Input, hoher Kontrast, Touch-Targets ≥44px

– Lücken

  • Kein Undo nach Entfernen eines Warenkorb-Items
  • Generische Fehlermeldungen ohne Diagnosedetail
  • Kein Onboarding für neue Berater:innen
  • Zwei parallele Implementierungen könnten auseinanderdriften
Heuristische Evaluation — 10 Nielsen-Heuristiken

Was bereits funktioniert, und was in der aktuellen Umsetzung fehlt.

Heuristik
Stärken
Schwächen
01Systemstatus
  • Wizard-Fortschritt sichtbar
  • Sync-Status-Indikator
  • Status-Badges je Projekt
  • Keine granularen Ladeindikatoren nach Scan
  • Sync-Fortschritt ohne %/Anzahl
02Realweltbezug
  • Emoji-Grundriss je Raumtyp
  • Realistisches 3D der Außenansicht
  • Technische Artikelcodes ohne Erklärung
  • „Artikel" (Code) vs. „Product" (UI) uneinheitlich
03Nutzerkontrolle
  • Swipe zum Entfernen von Warenkorb-Items
  • Notizen editierbar
  • Kein Undo nach Entfernen
  • Export nicht reversibel
04Konsistenz & Standards
  • Geteilte Design-Tokens
  • Einheitliches Icon-Set (2px Stroke)
  • Zwei parallele Implementierungen können auseinanderdriften
  • Status-Badge-Stile variieren leicht
05Fehlervermeidung
  • Echtzeit-Validierung von Abhängigkeiten
  • Pflichtfeld-Prüfung
  • Generischer Fehler bei unbekanntem Barcode
  • Kein Schutz vor unbeabsichtigtem Verlassen
06Wiedererkennung
  • Zuletzt genutzte Kunden sichtbar
  • Vollständige Produktdetails im Modal
  • Interne Abhängigkeitsnamen in Warnungen
  • Katalog nicht attributsuchbar
07Flexibilität & Effizienz
  • Tastaturkürzel (Desktop)
  • Voice-Input, Sonderwunsch-Templates
  • Keine Batch-Operationen
  • Keine Favoriten oder Raum-Templates
08Ästhetik & Minimalismus
  • Klare visuelle Hierarchie
  • Dezente Farbcodierung
  • Admin-Panel ggf. mit zu dichten Tabellen
  • Produktdetail-Modal ggf. mit zu vielen Feldern
09Fehlerdiagnose
  • Lösungsvorschläge in Validierungswarnungen
  • Klartext-Fehlermeldungen
  • Generische „Something went wrong"-Meldungen
  • Kein einsehbares Fehlerlog
10Hilfe & Dokumentation
  • User-Guide deckt Hauptabläufe ab
  • Kontextuelle Tooltips
  • Keine In-App-Hilfe
  • Kein Onboarding für neue Berater:innen
Barrierefreiheit

Heuristische Einschätzung — kein formales WCAG-2.1-Audit.

+ Vorhanden

✓Touch-Targets ≥44px durchgängig
✓Voice-Input als Tipp-Alternative
✓High-Contrast-Modus über Design-Tokens
✓Screenreader-Labels auf Icons
✓Fokus-Management für Tastaturnavigation
✓Farbe nie alleiniger Statusträger

– Lücken

–Kein Dark-Mode-Toggle (nur Systempräferenz)
–Keine Textskalierung über Browser-Standard hinaus
–Keine Reduced-Motion-Erkennung
–Kein Alt-Text für Grundriss-Emoji-Icons
–Sprachtranskription ggf. nicht für alle Akzente/Sprachen zuverlässig
Zielwert WCAG 2.1 AA — bislang nicht formal geprüft.

Design Review

Vom Coding-MVP zurück zum UX-Konzept

Im Hackathon-Zeitdruck liefen Coding und Interaktionskonzept parallel — das MVP entstand, während das Konzept noch in Arbeit war, nicht danach. Die Folge: Umsetzung und UX-Konzept wichen an mehreren Stellen voneinander ab.

Eine Überarbeitung war vor Abgabetermin nicht mehr möglich. Deshalb habe ich ein gezieltes Design Review durchgeführt, die kritischsten Abweichungen priorisiert und die wichtigsten Korrekturen in einen Referenz-Screen übersetzt — ein konkretes Ziel für die intendierte Interaktionslogik, ohne das MVP komplett neu zu bauen.

Befund01

Rot und Grün als generische Interaktionsfarben.

Das MVP nutzte Rot und Grün für Auswahl und Interaktionselemente, unabhängig vom Systemzustand — das schwächte beide Farben als Statussignal.

→ UX-Entscheidung: Rot und Grün sind ausschließlich für Error und Success reserviert — Auswahl und Interaktion erhalten eine neutrale Hierarchie.

Befund02

Ungültige Optionen wurden erst nach der Auswahl sichtbar.

Jeder Raum wirkte wählbar; erst nach der Auswahl erfuhren Nutzer, dass ein Raum nicht zum gescannten Artikel passte.

→ UX-Entscheidung: Die Verfügbarkeit wird schon beim Scan geprüft — unpassende Räume werden sofort deaktiviert, wählbar sind nur gültige Optionen.

Design Refinement in Arbeit: Der Mockup belegt das Interaktionsprinzip — ungültige Wahl verhindern statt sie nachträglich zu erklären — die visuelle Ebene muss dem Design-System noch folgen: feinere Konturen, weniger Gewicht, eine ruhigere Hierarchie. In Arbeit

Coded MVP: red and green used as generic interaction colors, invalid room only flagged after selection
Vorher — Coding-MVP
Coding-MVP: Rot und Grün als generische Interaktionsfarben, ungültiger Raum erst nach der Auswahl markiert
Nachher — Design-Review-Mockup

Der Pitch

3 Systeme - 1 Ziel - 0 Medienbrüche

Status Quo → Lösungsvision → Live-Demo. Präsentiert von Team HomeWork (Heinrich, Martin, Gilbert, Verena) vor der Hackathon-Jury.

> 633.000 €

verschwendet durch den heutigen Prozess Schätzung

„Beratungsqualität steigt, wenn Technik unsichtbar im Hintergrund arbeitet."

Outcome

Wirkung & validierungsbereites Konzept

Scan2Configure löst nicht nur die Erfassung, sondern das eigentliche Problem dahinter — die aufwendige, fehleranfällige Nachbearbeitung. Bewusst ohne erhobene Kennzahlen; die Aussagen sind direktional und durch einen Proof of Concept gestützt.

  • › Weniger Fehler — korrekte, vollständige Daten entstehen am Erfassungspunkt statt beim späteren Abtippen.
  • › Zeitersparnis — die manuelle Übertragung in drei Systeme entfällt.
  • › Bessere Beratung — der Berater bleibt im Gespräch, hat alle Daten am Beratungsort und arbeitet Objekt und Bildschirm zusammen.
  • › Verbesserter User-Flow — weniger Brüche, weniger Fehleranfälligkeit, geringere kognitive Last.
  • › Neu gedachte Prozesse — die Abläufe wurden neu geschrieben, nicht nur digitalisiert.

Ein Proof of Concept stützt, dass das System diese Verbesserungen liefern kann.

Proof of Concept — funktionsfähiger Scan-to-Cart-Flow im Coding-MVP

Was entstanden ist

Konzept- und Strategiepaket: Produktvision, Wettbewerbsanalyse, priorisierte Feature-Roadmap (3 Phasen) und ein Scan-to-Cart-MVP-Konzept mit Live-Abhängigkeitsprüfung und Drei-System-Sync — plus Proof of Concept. Kein produktives Rollout.

Was als Nächstes kommt

Personas mit echten Berater- und Bauherren-Interviews schärfen, Abhängigkeitslogik am realen Produktkatalog testen und die Sync-Fehlerfälle (WeKo/CAD/Designer) mit den Systemownern durchspielen — bevor gebaut wird.

ProduktvisionWettbewerbsanalyseFeature-RoadmapPersona (Proto)Scan-to-Cart-FlowSync-KonzeptProof of ConceptResearch-Backlog