Ziel: lückenlos nachvollziehen, wer welches Fahrzeug bearbeitet hat. Bisher lief das über eine Papierliste an der Station. Digital kamen komplexe Anmeldebedingungen dazu: Haupt- und Nebenarbeitsplätze, Anmeldung per Werksausweis oder Handgerät, Mehrtakter. Meine Aufgabe war, all das in ein kleines Anmeldefenster zu bringen, lesbar am Monitor und am Handgerät.
Die Zuordnung von Mitarbeitenden zu Fahrzeugen ist qualitäts- und sicherheitsrelevant und wird an ein zentrales Rückverfolgungssystem gemeldet. Vor der Digitalisierung lag dafür eine Liste an der Station.
Zu Schichtbeginn eintragen, zu Schichtende austragen. Notiert wurden Startzeit sowie erstes und letztes bearbeitetes Fahrzeug.
Anmelden per Werksausweis, Fahrzeuge automatisch verbuchen, Lücken sofort sichtbar machen, ohne den Takt zu unterbrechen.
Werker melden sich zu Schichtbeginn an und bei Pausen, Schichtwechsel und teils beim Arbeitsplatzwechsel ab und wieder an. Dafür gehen sie zum Bildschirm und melden sich direkt am Terminal an oder scannen mit dem Handgerät.
Einschränkungen durch:
Wie beide Geräte bei der Anmeldung zusammenspielen, war anfangs technisch offen. Wo möglich, sollte trotzdem ein gemeinsames Design entstehen statt eines pro Gerät.
Die Stationsanmeldung war kein Einzelprojekt, sondern entstand im Team. Wichtig ist mir, klar zu trennen, was im Workshop entstand und was ich danach verantwortet habe.
Das Dev-Team klärte zuerst, welche Systeme und Geräte an der Anmeldung beteiligt sind.
Mit Kunde, Fach- und Tech-PO, Scrum Master, Frontend- und Backend-Entwicklung und zwei UX Designer:innen, in zwei parallelen Gruppen. Ein UX-Kollege erarbeitete mit einem Teil der Entwickler den ersten Entwurf; ich war in der zweiten Gruppe an einem anderen Thema. Als Team-Prinzip hielt der Workshop fest: visuelle Hinweise statt Popups.
Nach dem Workshop habe ich den Entwurf übernommen, weil ich das Projekt aktiv betreue. Ich habe ihn an unsere Design-Guidelines und die eigene Komponentenbibliothek angepasst und bis zur Abnahme gebracht.
Aus dem abgenommenen Screen habe ich Varianten für Haupt- und Nebenarbeitsplätze abgeleitet, weil sich die Anmeldewege je Arbeitsplatztyp unterscheiden.
Neue übergreifende Anforderungen (Mehrtakter, lange Arbeitsplatznamen, QR-Anmeldung, Abmeldelogik) habe ich in das bestehende Fenster eingepasst, ohne es zu vergrößern.
Die Screens unten sind synthetische Rekonstruktionen des finalen Designs. Sie zeigen Struktur und Entscheidungen, nicht das Originalprodukt.
Synthetische Rekonstruktion · Nebenarbeitsplatz, Mehrtakter, nicht angemeldet · Nummern fiktiv
Bis zu drei Anmeldefenster stehen nebeneinander auf dem Produktionsmonitor. Jede Station hat einen Hauptarbeitsplatz, der angemeldet sein muss, bevor das System in die Produktionssicht wechselt. Die Fenster teilen Struktur und Komponenten und unterscheiden sich nur dort, wo Anmeldeweg und Zustand es verlangen.
Synthetische Rekonstruktion · Monitorrahmen, Merkmale und Nummern fiktiv
Für die Abmeldung brauchte das Fenster eine zusätzliche Zeile: Sie zeigt, bei welchem Fahrzeug sich die Person ursprünglich angemeldet hat. In Ausbaustufen kamen weitere Zustände in der Fahrzeugliste dazu.
Synthetische Rekonstruktion · Beispiel: Abmeldung mit Lücke
Prozess, Explorationen, Alternativen und verworfene Richtungen auf dem Weg zum finalen Fenster. Alle Abbildungen sind synthetische Rekonstruktionen mit fiktiven Daten.
Am Anfang stand ein grober Ablauf: wann und wo sich Werker anmelden, welcher Weg (Terminal oder Handgerät) greift und was bei der Abmeldung automatisch passiert.
Fahrzeuge nebeneinander als Karten mit seitlichen Pfeilen.
Navigationspfeile als helle Leiste, als dunkle Leiste oder als reine Pfeile; Auswahl als hellblaue Fläche mit Kante, auch für die Abmeldung.
Der Mehrtakter-Indikator kam nachträglich dazu und brauchte einen Platz im bereits vollen Fenster. Ich habe acht Positionen durchgespielt: als Reiter außerhalb des Fensters, in einer Statusleiste, neben Titel, Status oder QR-Code.
Auf dem Handgerät zeigte sich ein Platzproblem: Bei langen Arbeitsplatznamen überlagerten sich Beschriftungen und Felder (rot markiert).
Für den Indikator habe ich viele Symbolideen durchgespielt: Person am Band, Stufen, Fahrzeug mit Stationen, Tausch- und Kreispfeile, Positionsbalken. Ergebnis: Die detaillierten Symbole brachten keinen Mehrwert. Die Taktzahl mit einem schlichten Icon trägt die Information allein.
Synthetische Rekonstruktionen · keine Originaldaten · Arbeitsplatznamen, Nummern und Codes fiktiv
Keine quantitativen Wirkungsangaben: Messwerte zur Nutzung liegen mir nicht vor und werden hier nicht behauptet.
Ich habe diesen Entwurf nicht erfunden, sondern übernommen und zu Ende gebracht. Der größte Teil der Arbeit lag danach: jedes neue Element gegen den vorhandenen Platz abwägen und entscheiden, was wirklich Fläche verdient.
Offen ist, wie Nutzer:innen vor einer automatischen Abmeldung bei Inaktivität gewarnt werden, ohne dafür ein Popup einzuführen. Als Nächstes würde ich die Unterscheidbarkeit der Zustände direkt am Terminal testen, unter realen Lichtverhältnissen und mit Handschuhen.
Projektdetails unter NDA anonymisiert · DSGVO · GeschGehG · Alle Screens sind synthetische Rekonstruktionen.